Segnung und Eröffnung des neuen Bestattungszentrums in Voitsberg
„Ob ein Mensch immer mit Würde sterben kann, das können wir leider nicht beeinflussen, dass er aber in Würde verabschiedet werden kann, dafür wollen wir mit diesem Projekt Bestattungszentrum neu sorgen“, mit diesen Worten begann Bgm. Ernst Meixner seine Rede - Worte, die sehr gut zum neu errichteten Bestattungszentrum, einem gemeinsamen Projekt der Stadtpfarre Voitsberg und der Stadtgemeinden Bärnbach und Voitsberg, passen.
Umrahmt wurde die feierliche Inbetriebnahme des neuen Bestattungszentrums, zu der Vertreter der Gemeinden und der Pfarren aus Bärnbach und Voitsberg, der bauausführenden Firmen und die Planer gekommen waren, von einer Bläsergruppe der Musikschule Voitsberg. Direktor Ing. Schmuck von den Stadtwerken Voitsberg, in deren Geschäftsbereich die Bestattung angesiedelt ist, begrüßte als „Bauherr“ alle Gäste, berichtete in seinen einleitenden Worten über den Ablauf der Arbeiten am neu errichteten Gebäude und bedankte sich bei allen, die am Projekt beteiligt waren.
Im Anschluss hielt Bgm. Ernst Meixner, auch stellvertretend für Bgm. Max Kienzer, die Festrede. Er hob dabei den Aspekt der Würde des Menschen hervor. Durch ein gutes Miteinander der Gemeinden Voitsberg und Bärnbach sowie ein ausgezeichnetes Verhältnis zur Stadtpfarre und Stadtpfarrer GR Dr. Erich Linhardt konnte binnen weniger Monate dieses gemeinsame Projekt – Stadtpfarre Voitsberg und Stadtgemeinde Bärnbach leisten hier einen beachtlichen finanziellen Anteil - verwirklicht werden.
Die Umsetzung lag in den Händen der Stadtwerke Voitsberg mit all den vielen heimischen Unternehmen, die sich auch an diesem Projekt beteiligten. Als Generalunternehmer fungierte die Firma Mandlbauer, für die geistige Ausführung, die Planung, sorgten Dipl. Ing Acham und das junge Architektenteam „Federspiel“.
Eine klare zeitlose Formensprache bestimmt die äußere Gestalt des Hauses, das sich mit seiner geringen Gebäudehöhe dem Ort und seiner Bedeutung unterordnet. Durch die „erdige“ Oberfläche der Fassade scheint die eingeschossige Anlage wie aus dem Boden gewachsen zu sein und verleiht dem gesamten Ensemble seine Erdverbundenheit. Differenzierte Lichtstimmungen bestimmen die Innenräume der Zeremonienhalle sowie die der Aufbahrung. Die optische Wärme der Birkensperrholzverkleidung verstärken zusätzlich diese Stimmungen und erzeugen eine sinnliche Atmosphäre die der Nutzung der Räume gerecht wird.
Stadtpfarrer Dr. Erich Linhardt und Ev. Pfarrerin Mag. Daniela Kern führten im Anschluss dann die Segnung durch. Dabei wurden nicht nur die Räume der Bestattung gesegnet, sondern auch eine neue Glocke geweiht und ihrer Bestimmung übergeben. Auch Stadtpfarrer Linhardt zeigte sich von der neuen Anlage erfreut – biete sie doch Menschen einen besonderen Raum, um sich in Ruhe von den Verstorbenen zu verabschieden.
Im Frühjahr soll der Eröffnung dann auch ein Tag der offenen Tür folgen, um der Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, die Räumlichkeiten des neuen Bestattungszentrums zu besichtigen.